SCHUFA im Studium: Was gespeichert wird und wie du deinen Score schützt

Spätestens bei der ersten eigenen Wohnung, dem Handyvertrag oder einem Kredit fragt jemand nach deiner SCHUFA. Im Studium legst du den Grundstein. Das Wichtigste in Kürze.

Was die SCHUFA speichert

Die SCHUFA ist eine Auskunftei. Sie speichert, welche Verträge du hast, etwa Girokonto, Kreditkarte, Handyvertrag oder Kredit, und ob du deine Rechnungen bezahlst. Dein Einkommen, deinen Kontostand und dein Vermögen kennt sie nicht. Aus den Daten berechnet sie einen Score, den zum Beispiel Banken und Mobilfunkanbieter abfragen und den viele Vermieter sehen wollen.

Der neue Score seit 2026

Seit März 2026 gibt die SCHUFA den Score als Punktwert von 100 bis 999 an und nennt die zwölf Kriterien, aus denen er sich zusammensetzt. Den größten Einfluss haben Zahlungsstörungen. Positiv wirkt unter anderem, wie lange deine älteste Bankverbindung schon besteht. Deinen Score kannst du kostenlos in deinem SCHUFA-Account einsehen.

Kostenlose Datenkopie

Zusätzlich hast du nach der Datenschutz-Grundverordnung Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie. Darin steht alles, was über dich gespeichert ist. Prüf sie am besten einmal im Jahr. Falsche oder veraltete Einträge kannst du berichtigen oder löschen lassen.

Was deinem Score schadet

Am meisten schaden unbezahlte Rechnungen, die nach Mahnungen an die SCHUFA gemeldet werden. Reagier deshalb immer auf Mahnungen, auch wenn du eine Forderung für falsch hältst: Widersprichst du schriftlich, darf sie in der Regel nicht gemeldet werden. Vorsicht auch bei Ratenkäufen und „Jetzt kaufen, später bezahlen“: Viele kleine Verpflichtungen werden schnell unübersichtlich.

So baust du eine gute Bonität auf

  • Rechnungen und Raten pünktlich zahlen, Daueraufträge helfen dabei
  • Nur so viele Verträge abschließen, wie du wirklich brauchst
  • Dein erstes Girokonto nicht ohne Grund kündigen, eine lange Bankverbindung wirkt positiv
  • Den Dispokredit höchstens kurzfristig nutzen und schnell ausgleichen
Gut zu wissen

Auch mit negativen SCHUFA-Einträgen hast du Anspruch auf ein Girokonto: Jede Bank, die Konten für Verbraucher anbietet, muss dir ein Basiskonto auf Guthabenbasis eröffnen.

Fazit

Die SCHUFA speichert deine Verträge und dein Zahlungsverhalten, nicht dein Vermögen. Wer Rechnungen pünktlich zahlt, auf Mahnungen reagiert und einmal im Jahr die kostenlose Datenkopie prüft, startet mit einer guten Bonität ins Berufsleben.

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